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London: Klinik für Stalker eröffnet

5.Januar 2012
© SePp - Fotolia.com

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Nicht nur bekannte Teenie-Bands wie Tokio Hotel, die gezwungen waren, aufgrund eines militanten Stalkers mehrere Male ihren Wohnsitz zu ändern. Vor allem im privaten Bereich, von der Öffentlichkeit ungesehen, fallen immer mehr Menschen einem Stalker zum Opfer. Sie werden verfolgt, bedrängt und zum Teil massiv bedroht und beleidigt. Eine Studie ergab, dass drei Viertel aller Opfer, die von einem früherem Partner umgebracht wurden, zuvor von selbigem auch bedrängt und belästigt worden waren.
Aufgrund dieser stetig wachsenden Zahlen und Vorfälle, wurde in London im Dezember vergangenen Jahres eine Klinik eigens für Stalker eingerichtet. Dabei beruft man sich auf Untersuchungen, die Hinweis darauf geben, dass Medikamente wie Anti-Depressiva sowie auch Verhaltenstherapien und Training im Bereich Sozialkompetenz maßgebend hilfreich für Stalker sind. So ist man der Überzeugung, Leben retten zu können, indem man Stalkern Hilfe zukommen lässt.

Die neuartige Spezialabteilung befindet sich nun im St. Ann´s Hospital im nördlichen London. Um die Arbeit zu erleichtern und intensivieren, will man seine Patienten hier in vier unterschiedliche Kategorien einteilen. Zu einer Kategorie zählen jene, die von ihrem bereits einmal zurückgewiesen wurden und ihm dies nun nachtragen. Wenn das Opfer sich nicht bereit erklärt, seinen Nachsteller zurückzunehmen, werden Strafen dafür ausgeübt, die sich im Stalking äußern. Zu einer weiteren Kategorie zählen solche Verehrer, die autistische Verhaltensmuster aufweisen und dahingehend Hilfe brauchen. Weiterhin gibt es Stalker, die krankhaft besessen von ihrem Opfer sind und andere, die sich wie Jäger verhalten und oftmals mit Handschellen und Seilen bei ihrem Vorgehen erwischt werden.

Auf diese Weise teilen die behandelnden Psychiater des St. Ann´s Hospitals die Patienten und gleichzeitigen Täter in Gruppen ein, um intensiver und erfolgreicher mit ihnen arbeiten zu können. Denn bisher wurden nur jene Täter behandelt, bei denen ein anderes psychisches Problem nachgewiesen werden konnte.